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Wann immer ich gefragt werde, was ich beruflich mache und ich antworte dann wahrheitsgemäß, ich schreibe, ernte ich zunächst skeptische Blicke, in der Regel gefolgt von denselben Fragen, die ich hier deswegen gerne einfach mal beantworten möchte:
 

Kann man denn davon leben?

 

Woher nimmst du denn die ganzen Ideen?

 

Und wie sieht bei dir so ein normaler Arbeitstag aus?

 

Könntest Du aus meinem Leben auch mal einen Roman/Film machen?

 

Wie bist du überhaupt auf die völlig hirnrissige Idee gekommen, zu schreiben?

 

Was ist denn leichter, schöner, besser, ein Drehbuch oder einen Roman zu schreiben?

Na ja, mal besser, mal schlechter, denn das hängt von so vielen Faktoren ab: hat der Produzent noch ein geheimes Konto in der Schweiz gefunden, wurde dem Redakteur vor der Besprechung genug Rum in den Kaffee getan, will der Sender mal wieder seine Zielgruppe verjüngen, wurden die Einschaltquoten ausreichend manipuliert, oder meine Bücher schon wieder aus dem Bestsellerregal verbannt, in das ich sie vorsorglich beim letzten Einkaufsbummel eingeräumt hatte. Es hängt von der richtigen Idee, der richtigen Zeit, dem richtigen Ort ab, vom Wetter, den Banken, der Weltwirtschaftskrise, Obama… Tja, mit dem Schreiben ist es also so eine Sache: Ich weiß eigentlich nie, ob ich davon leben kann, sicher ist nur, ohne könnte ich ganz bestimmt nicht leben.